Projektart Natur

Uzi Island Schutz der Karettschildkröte

Viele Schildkröten leben jetzt sicherer

Uzi Island ist eine kleine Insel, die vor Sansibar liegt. Traditionell leben die Bewohner zu größten Teil von der Fischerei. In ihren Netzen verfangen sich immer wieder auch Schildkröten, die dann als Nebenprodukt auf dem Markt verkauft werden.

Die Armut auf Sansibar hat die Menschen immer wieder dazu gezwungen, die Natur überzustrapazieren. Praktiken wie das Dynamitfischen, die Überfischung, der Verkauf von Rifflebewesen als Souvenirs, der Gebrauch von feinmaschigen Schleppnetzen, die Abholzung der Mangroven und die allgemeine Umweltverschmutzung haben ihre deutlichen Spuren hinterlassen.

Auf einem 2500qm großen Gelände in der Nähe des Strandes wurde damit begonnen, natürliche Pools aus Korallenfelsen zu bauen. Diese Becken sind miteinander verbunden und sollen bei Flut auf natürliche Weise mit Meereswasser volllaufen.

Damit dies auch dauerhaft funktioniert, wurde ein Schleusensystem gebaut. Das  sorgt dafür, dass auch bei Ebbe die Wasserstände in der Lagune reguliert werden können und die Schildkröten ausreichend mit Wasser versorgt sind.

Der Tierschutz und die planmäßige Aufzucht sind die Hauptziele. Um Erfolge langfristig zu gewährleisten, wurden einige Schulungen in der Bevölkerung durchgeführt. Schulklassen und Anwohner besuchen die Station, die dadurch als Bildungsplattform dient, und lernen viel über den Lebensraum Küste und über den Artenschutz. Die Beziehung zwischen Mensch und Natur steht dabei immer im Vordergrund.

Der einheimische Sansibarer Salim koordiniert die Einsätze und die Schulungen auf der Insel. Auch in Kindergärten auf Uzi haben schon Aktionen zur Umwelterziehung stattgefunden.