Projektart Soziales

Mwema Platz zum Leben für Straßenkinder

Afrika, das ist auch: Trommeln, Rhythmus, Tanz sowie farbenfrohe Bilder, auffälliger Schmuck und variantenreicher Gesang überall. Diese Formen der Kunst sind aus der Kultur Tansanias nicht wegzudenken. Zudem können sie sowohl dem persönlichen Ausdruck oder auch als Therapie dienen, um Dinge auszusprechen und zu verarbeiten, die sonst nur schwierig zu kommunizieren sind. Wie beispielsweise das Leben als Straßenkind. Die Mitarbeiter des Mwema Street Children Center haben sich die pädagogischen Aspekte der Kunst schon seit der Gründung des Zentrums zunutze gemacht. So versuchte beispielsweise Streetworker Huruma (siehe vorherige Projektgeschichte) trotz der begrenzten finanziellen Mittel, immer wieder kleinere Unterrichtseinheiten in Musik, Akrobatik oder auch Theater ehrenamtlich anzubieten.

Seit Ende letzten Jahres kann das Zentrum einige dieser Aktivitäten nun als festen Bestandteil des Eingliederungsprozesses einplanen. Durch die Erweiterung der Workshops erhofft sich das Team, vor allem diejenigen Kinder aufzufangen, die sich von den anderen Projekten wie Schulbildung und Familienzusammenführung bewusst fernhalten. Mit Erfolg, denn die kreativen Kurse wurden von den Straßenkindern bislang begeistert aufgenommen. Die Auftritte der jungen Akrobaten und Schauspieler sollen darüber hinaus die Öffentlichkeit für das Thema Kinderrechte sensibilisieren. Außerdem bieten die kleinen Picassos ihre in den Malkursen entstandenen Werke zum Verkauf an, um so das Projekt teilweise mitzufinanzieren.