Projektart Soziales

Maleku Traditionelles Leben der Indianer

Sanfter Tourismus als Einkommensquelle

Die Maleku sind Kleinbauern und können einen Großteil Ihrer Nahrung autark beschaffen. Sie bauen traditionelle Nutzpflanzen wie Kochbananen, Yukka und Mais an und angeln in den Flüssen der Umgebung. Trotzdem sind die meisten gezwungen auch als Tagelöhner auf den umliegenden Fincas der weißen Bevölkerung zu arbeiten. Dies ist allerdings nur Saisonarbeit zu den Erntezeiten. Deshalb haben Sie sich mit Ihrem Kunsthandwerk eine weitere Einnahmequelle geschaffen. Die Männer sind oft unterwegs die Produkte in den größeren Städten zu verkaufen. Die Idee einen sanften Tourismus in dem Reservat einzuführen, stärkt die Strukturen der Gemeinschaft und schafft eine weitere Einnahmequelle, von der alle Bewohner gleichermaßen profitieren. Mit dem gemeinsamen Geld kann ein Lehrer beschäftigt werden, der die Tradition an die Jüngeren weitergibt. Dazu gehören auch rituelle Tänze, die Sprache, die Geschichten der Vorfahren und Riten, die das alltägliche Leben beeinflussen. So werden die Toten beispielsweise noch immer in den Häusern bestattet.

Obwohl Sie das Reservat selbst verwalten und finanzieren, wurden in einigen der Maleku-Dörfer in letzter Zeit neue Häuser durch die Costa Ricanische Regierung errichtet. Das Erscheinungsbild der Dörfer steht nun in komplettem Gegensatz zu der traditionellen Bauweise und erinnert eher an die  verarmten Vorstadtviertel, die in ganz Mittelamerika zu finden sind. Dennoch werden einem bei einem Besuch die bunten, handgefertigten Masken und Instrumente auffallen. Tierfiguren, wie zum Beispiel der Jaguar, schmücken auch weiterhin die Neubauten und andere Gegenstände der Maleku.